Call for Papers

Eingebettete Softwaresysteme effizient modellieren (Vortrag Englisch!) ( Vortrag )

Referent: Pablo Antonino, Fraunhofer IESE
Vortragsreihe: Modellierung
Zeit: 02. Dezember 08:50-09:35

Zielgruppe

Entwicklung

Themenbereiche

Analyse & Design

Kurzfassung

Modellbasierte Entwicklung von eingebetteter Software wird aufgrund der Systemkomplexität immer wichtiger. Um komplexe Systeme zu abstrahieren und deren Entwicklung zu steuern ist es wichtig, dass aktuelle und verfolgbare Modelle zur Verfügung stehen. Jedoch ist dies nicht immer der Fall – schon die Verfolgbarkeit von Modellen zu Implementierungsartefakten ist häufig nicht gegeben. Auch ist unklar, wie die spezifischen Sichten bei der Entwicklung eingebetteter Systeme sinnvoll durch die Modellelemente der UML und SysML repräsentiert werden. In diesem Vortrag stellen wir ein am Fraunhofer IESE auf der Basis der SysML entwickeltes UML Profil vor und beschreiben die dadurch definierten Modellelemente und Diagrammtypen. Wir zeigen auf, wie sich damit eingebettete Systeme modellieren lassen. Wir zeigen ebenfalls, welche Metriken Entwickler bei der Entwicklung ihrer Systeme unterstützen, und wie diese Metriken exemplarisch als Enterprise Architect Plugins realisiert werden können.

Gliederung

Gliederung
* Herausforderungen bei der Modellierung eingebetteter Softwaresysteme
* Genutztes Anwendungsbeispiel zur Verdeutlichung
* Das SysML Profil des Fraunhofer IESE
- Anforderungssicht
- Funktionsdefinition und Funktionsnetze
- Logische Sicht
- Technische Sicht
* Metriken und Verfolgbarkeit
- Notwendigkeit von Metriken und Verfolgbarkeit
- Realisierung von Konsistenzmetriken zwischen Sichten
- Verfolgbarkeit durch das Modell
- Beispiel: Welche Komponenten werden durch Änderung einer Implementierung berührt?
- Verfolgbarkeit zu Implementierungsartefakten
- Beispiel 1: Verfolgbarkeit zu Simulink
- Beispiel 2: Verfolgbarkeit zu C/C++
* Zusammenfassung und Ausblick

Nutzen und Besonderheiten

Für die Modellierung von Software gibt es mittlerweile einige UML Profile. Ebenfalls gibt es verschiedene UML Profile wie zum Beispiel SysML, das Modellierung auf Systemebene unterstützt oder Marte, das eingebettete Systeme modelliert. Häufig werden diese Modelle jedoch nicht genutzt da ein zentrales Element nicht berücksichtigt wird: Es werden keine angepassten und konkreten Metriken und keine Werkzeugunterstützung angeboten, die die Entwickler bei der Arbeit unterstützen. Modelle werden daher schnell inkonsistent zum Code und können ihre eigentliche Funktion, nämlich eine aktuelle Abstraktion zum Code zu liefern, nicht mehr erfüllen. Unsere Arbeit definiert daher nicht nur ein UML Profil mit den notwendigen Sichten und Modellelementen zur Entwicklung eingebetteter Systeme, sondern auch Metriken, die in Werkzeuge implementiert werden können. Wir haben dies für den Enterprise Architect realisiert. Dies ermöglicht Konsistenzprüfungen und eine sinnvolle Qualitätsüberwachung.

Über den Referenten

Pablo Oliveira Antonino works as computer scientist at the Fraunhofer IESE since 2009. Before this time, he was working at Politec Software Consulting as an Software Systems Consultant. His work focuses on the construction and analysis of safety-critical software and system architectures, mainly in the Automotive, Agriculture and Avionics domains.